Blutegeltherapie

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Die Blutegeltherapie zählt zu den so genannten ausleitenden Heilverfahren.

Seitdem Menschen einander heilen, spielen Blutegel (Hirudo medicinalis) in der Naturmedizin eine Rolle. Der Blutegel war schon den Naturvölkern bekannt und wurde bereits 100 Jahre vor Christus von dem griechischen Arzt und Dichter Nikandros von Colophon erwähnt und geschätzt. Zu Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der medizinische Blutegel bei verschiedenen Erkrankungen zum Aderlass eingesetzt, der sich als besonders wirkungsvoll erwiesen hat. Dhanvantari, der indische Gott des Ayurveda, trägt einen Blutegel in einer seiner vier Hände. Bei den Germanen wurde das Wort „Blutegel“ z.B. nahezu synonym mit dem Wort „Heiler“ verwendet.


Biologie des Egels und effektive Heilanwendungen:

Blutegel sind Zwitter, zählen zu den Ringelwürmern und gelten als höher entwickelte Verwandte der Regenwürmer.

Der Blutegel wird an die menschliche Haut angelegt und beißt sich dort fest, um sich von menschlichem Blut zu ernähren. Egel sind nicht gierig - Eine Mahlzeit genügt für 1-2 Jahre, wer kann das schon von sich behaupten? Sie besiedeln nur reinstes Wasser. Ihre Rückenzeichnung ist einmalig, und ihr eleganter Schwimmstil gleicht dem eines Delphins.

Ihr Biss ist wenig schmerzhaft. Sie reinigen die von ihnen gesetzte, sternförmige Wunde. Ihre Speicheldrüsen sind frei von Krankheitskeimen.

Der Biss ist eigentlich ein Sägen: Drei sternförmig angeordnete Sägeleisten mit jeweils etwa 80 Kalkzähnchen raspeln sich vorsichtig durch die Haut, um zum Blut zu gelangen. Zwischen den Kalkzähnchen sind Öffnungen, durch die die Saliva (Blutegelspeichel) abgegeben wird. Der Biss eines Blutegels ist nicht schmerzhaft, denn der Egel hat in der freien Natur kein Interesse daran, überhaupt bemerkt zu werden. Ob zur Schmerzlinderung ein Anästhetikum im Speichel enthalten ist, ist umstritten. Der Biss eines Blutegels wird wie als "ein leichtes Ziehen" oder "Einstiche von Injektionsnadeln" beschrieben. Die Blutegelwirkung beruht auf dem Bissreiz, den in die Bisswunde abgegebenen Wirkstoffen und Bakterien, sowie der Nachblutung. Der Egel sondert in die Bisswunde den Wirkstoff Hirudin ab, der die Blutgerinnung hemmt. Dabei saugt dieser etwa 10 ml Blut, weitere 50 ml werden zudem durch die Nachblutung ausgeleitet.

 

Die Wirkungsweise des Blutentzugs:
Allgemein erleichternd und beruhigend, Blutreinigend und entgiftend, Entzündungshemmend / Krampflösend, Gerinnungshemmend, Lymphstrombeschleunigend, Antithrombotisch, Gefäßkrampflösend (Die Hirudin-Wirkung)

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Geeignet zur Linderung folgender Beschwerden:

Indikationen:
Arthrose (Kniegelenk, Daumensattelgelenk, Schulter, Sprunggelenk), Arthritis, Sehnenscheidenentzündung, Tennisarm, Venenleiden (Venenentzündungen, Krampfadern), Hörsturz/Tinnitus, Neuralgien, Abszesse (Furunkel, Ulkus), Hämorrhoiden, Bluthochdruck, Rückenschmerzen (Verspannungen), Migräne, Gallenblasenentzündung, Unterleibsbeschwerden (Eierstockentzündung), Rheumatische Beschwerden (Gicht, Rheuma), Hämatome, Herpes Zoster, Durchblutungsstörungen, Mittelohrentzündung

Kontraindikationen: Schwangerschaft, Anämie (Blutarmut), Störungen der Blutgerinnung, Einnahme von Gerinnungshemmern (z.B. Marcumar), Fieberhafte Infekte, Bei einer ausgeprägten Immunschwäche (z.B. durch Chemotherapie, Leberzirrhose, Dialyse, Organtransplantation)

Wir beraten Sie gerne.